KULTour

KULTour : eine Sendung geschaffen für eine Stadt wie Berlin! Eine Stadt mit buntem und vielfältigen kulturellen Ambiente, in der Kultur gelebt wird - aber auch vieles unentdeckt bleibt. Wir wollen den Berlinern und Brandenburgern informativ und spannend das stetig wechselnde Berliner Kulturprogramm nahebringen und sie zu eigenen Touren in die kulturelle Vielfalt anregen. Seien es Theaterbesuche, Events, Konzerte, Festivals oder auch Museumsbesuche - eben all das, was im Zeichen von Kultur steht. In unserer einstündigen Sendung sollen auch spannende Bücher und/oder Filme aus der ganzen Welt vorgestellt werden. Alles umspielt von ausgewählter Weltmusik.

letzte Folgen

Identitäts-Politik

KULTour | 23.07.2021

Vor Gott sind alle Kulturen gleich, sagte – sinngemäß – der Historiker Ranke.  Müssen wir also allen denselben Respekt entgegenbringen, obwohl manche Kulturen menschliche Grundrechte ganz offen missachten, ja ablehnen?  Mehr noch: Müssen wir sie inmitten unserer eigenen Kultur gewähren lassen, obwohl sie nicht nur menschliche Grundrechte, sondern oft auch unsere ausdrücklichen Gesetze missachten, ja mitunter verhöhnen?  

 

Wie aber, wenn solche Konflikte sogar in unseren Grundwerten selber angelegt sind?  Z.B. der Primat der Familie als Erzieherin der Kinder – dagegen steht womöglich das Recht der Kinder auf ein selbstbestimmtes Leben!  Noch einfacher: Die im Grundgesetz garantierte Gleichberechtigung der Frau, die  von manchen Kulturen ausdrücklich verweigert, ja sogar als Angriff auf ihre Kultur erlebt wird?  Über solche Schlachten der Identitäten – kollektive wie individuelle und, in der Folge: politische - hat der Historiker Hamed Abdel-Samad gerade sein jüngstes Buch veröffentlicht.  

Unser Redakteur Eike Gebhardt spricht mit ihm, zum wiederholten Mal - diesmal, corona-bedingt, per Zoom.    

 

Eine Wiederholung vom 10.7.21

Warum Liebe politisch ist - und warum Zärtlichkeit radikal sein muss

KULTour | 02.07.2021

Es gibt Begriffe, die jeder zu verstehen meint, obwohl ihre Bedeutungsvielfalt gar keine Definition zulässt.  „Liebe" ist so ein Begriff – was haben Mutterliebe, Nächstenliebe, Vaterlandsliebe, Liebe zur Musik oder Literatur, erotische oder platonische Liebe gemeinsam?  Heimatliebe?  Narzissmus, also Selbstliebe -  wer liebt da wen?
 
„Ich liebe dich – was geht es dich an?", spottete Goethe.  Liebe ist ein Gefühl in uns, es hat mit einem Gegenüber, einem Liebesobjekt zunächst gar nichts zu tun.  Liebe ist keine Beziehungsform, nicht mal eine Umgangsform.  Sie muss nie aktiv werden.  Ganz anders Zärtlichkeit – ähnlich wie Solidarität ist sie eine Handlungsform. 
 
Diese statt vager Gesinnungen und Beteuerungen zur Umgangsform zu machen, dafür plädiert die Kulturwissenschaftlerin Seyda Kurt, die eben ein Buch veröffentlicht hat mit dem programmatischen Titel Radikale Zärtlichkeit.  Wir haben sie ins Studio geladen, um zu erfahren, wie wir unsere schrägen, Liebesideale, die einer kulturellen Hirnwäsche und ganz konkreten gesellschaftlichen Interessen entspringen, ersetzen können durch ebenso erlebnisintensive aber praktizierbare Umgangsformen, die zugleich die Würde und Autarkie der Betroffenen bewahren. 
 
Eine Wiederholung von 18.06.2021

KULTour | 25.06.2021

KULTour

Zu Gast bei Eike Gebhardt und Wolfgang König ist heute Michael Küppers-Adebisi vom Berlin Global Village in Neukölln. Er stellt dieses Zentrum für entwicklungspolitische und migrantisch-diasporische NGOs vor und spricht auch über seine Kritik am Berliner Humboldt-Forum.

Warum Liebe politisch ist - und warum Zärtlichkeit radikal sein muss

KULTour | 18.06.2021

Es gibt Begriffe, die jeder zu verstehen meint, obwohl ihre Bedeutungsvielfalt gar keine Definition zulässt.  „Liebe" ist so ein Begriff – was haben Mutterliebe, Nächstenliebe, Vaterlandsliebe, Liebe zur Musik oder Literatur, erotische oder platonische Liebe gemeinsam?  Heimatliebe?  Narzissmus, also Selbstliebe -  wer liebt da wen?
 
„Ich liebe dich – was geht es dich an?", spottete Goethe.  Liebe ist ein Gefühl in uns, es hat mit einem Gegenüber, einem Liebesobjekt zunächst gar nichts zu tun.  Liebe ist keine Beziehungsform, nicht mal eine Umgangsform.  Sie muss nie aktiv werden.  Ganz anders Zärtlichkeit – ähnlich wie Solidarität ist sie eine Handlungsform. 
 
Diese statt vager Gesinnungen und Beteuerungen zur Umgangsform zu machen, dafür plädiert die Kulturwissenschaftlerin Seyda Kurt, die eben ein Buch veröffentlicht hat mit dem programmatischen Titel Radikale Zärtlichkeit.  Wir haben sie ins Studio geladen, um zu erfahren, wie wir unsere schrägen, Liebesideale, die einer kulturellen Hirnwäsche und ganz konkreten gesellschaftlichen Interessen entspringen, ersetzen können durch ebenso erlebnisintensive aber praktizierbare Umgangsformen, die zugleich die Würde und Autarkie der Betroffenen bewahren. 

Was bedeutet „Erfolg"?

KULTour | 11.06.2021

Eberhard Wagemann zum Interview mit Eike Gebhard im multicult.fm-Studio

Eike Gebhard - Eberhard Wagemann

Es gibt Begriffe, die jeder zu verstehen meint, obwohl ihre Bedeutungsvielfalt gar keine Definition zulässt. „Liebe" ist so ein Begriff – was haben Mutterliebe, Nächstenliebe, Vaterlandsliebe, Liebe zur Musik oder Literatur, erotische oder platonische Liebe gemeinsam? Nichts. So ist es auch beim Begriff „Erfolg" – jeder will ihn, und meist bringen wir ihn mit materiellem Wohlstand in Verbindung. Aber war Mozart, der im Armengrab endete, erfolglos? Der Buddhist, der spirituelle Erleuchtung findet? Der Sportler oder Spieler oder Liebhaber, deren ‚Erfolg' sich nicht materiell niederschlägt? Oder ein von Neugier und Entdeckerfreude getriebenes Forscherleben?
Unser Redakteur Eike Gebhardt spricht mit Eberhard Wagemann, dessen Seminare über die Geheimnisse des Erfolgs seit Jahren ein Geheimtipp sind