Timbob Kegler

Nennt ihn einfach Timbob. 6 Buchstaben, davon zwei doppelt, das klingt doch ganz nett. Natürlich könnte das hier eine ganz einfache Nummer werden. Wir könnten seinen zerknitterten Lebenslauf aus der Gesäßtasche ziehen und erzählen, was bisher geschah. Warum eigentlich nicht?

Geboren wurde Timbob irgendwann in den Siebzigern des ausgehenden 20. Jahrhunderts in der Ostzone Westfalens, am Rande des Ruhrgebiets. In der Stadt mit dem größten Elefanten der Welt - kein Witz.

Keiner weiß wie, aber irgendwann kam der große Punk-Knall in Timbobs Leben. Zuerst natürlich mit den üblichen Verdächtigen wie DEAD KENNEDYS, INFERNO, SLIME, BAD BRAINS. Im Laufe der Zeit stellte Timbob aber fest, daß die obskuren Bands ohne Fans aus den unbekannten Nachbarländern viel geiler waren - multikulti, ohne es zu merken.

Die Spur der Bands, in denen Timbob gespielt hat, lässt sich bis in die früheste Punkerjugend zurückverfolgen. Die musikalischen Stiefelabdrücke trugen klangvolle Namen wie SCHLEUDERTRAUMA, CORRODING LEAVES, ESEL, SYNCHRO DUBBING, MONOTONKELZ, SCEPTIC JAZZ, MERCEDES Z. Keine dieser Bands kam je über das Demo-Stadium hinaus. Bei manchen war das auch besser so. SYNCHRO DUBBING sind als One-Hit-Wonder mit dem Beitrag Wurst im Zeichen der Venus auf dem Sampler Drei Farben Wurst Teil der Pop-Geschichte geworden.
Mit SCEPTIC JAZZ ging es in einem 50-Euro-Auto sogar auf eine vierwöchige Tour durch die baltischen Länder, Russland und Finnland. Danach waren alle pleite und sehr müde. Auch das Auto.

Zurzeit ist Timbob in folgende sehr interessante Musik-Projekte involviert: KUNSTKACKE SOUNDSYSTEM, TILL THE MORNINGLIGHT & the HOT BAND, GARY FLANELL & ELLA CHORD, BLOODY WOSTOK sowie die akustische Handarbeitsgruppe VORSICHT SCHLITTENHUNDE.

Seit über 10 Jahren ist Timbob als Chefredakteur, Herausgeber und Fachbereichsleiter des Renfield-Magazins, dem einzigen Fachorgan für Krims&Krams& Rock'n'Roll, tätig. Die Erscheinungsweise ist halbjährlich und jede Ausgabe wird begleitet von einem Quantensprung in Design, Layout und journalistischer Abgründlichkeit.

Radioerfahrung sammelte Timbob schon früh wie andere Leute Walderdbeeren. Sei es bei den Beats for Bastards im Bürgerradio Hamm oder bei Mit-Tim-Drin auf dem OKB. Seit August 2009 moderiert er im Wechsel mit Niki Matita die Sendung SubCult - Klänge jenseits des Hauptstroms auf multicult.fm

In seiner kargen Freizeit reist Timbob am liebsten durch die Gegend und frönt seinen Hobbies: Zahlen fotografieren und Schätze vergraben. Leider vergisst er oft, von den Vergrabungsorten eine Schatzkarte anzufertigen. So weiß eigentlich niemand, was wo mal vergraben wurde. Nicht mal Timbob selbst.

Timbobs Links:
Renfield Fanzine (bei Myspace gibt's das RF auch)
Till The Morninglight