Zivilgesellschaft

Kontrapunkt | 31.08.2018

Ist der Staat die Gesellschaft oder was meint das Wort Zivilgesellschaft?

„Freiheit" kennt praktisch jede Sprache – und doch scheint die arabische Charta für Menschenrechte in vieler Hinsicht das genaue Gegenteil zur entsprechenden Charta der Vereinten Nationen zu verstehen. Ein Bürger in Europa meint eine andere soziale Rolle als ein Bürger in China, und was Staat und Gesellschaft verbindet oder trennt, darüber gehen selbst in Europa die Meinungen weit auseinander. Manche Vorstellungen können sich offenbar nur in bestimmten sozialen und/oder historischen Spielräumen entwickeln, und die ach so globale Gesellschaft hat noch längst keine globale Kultur. Noch immer ist in weiten Teilen der Welt die Rolle der Bürger als Gesetzgeber nicht nur unerwünscht, ja verboten – sie ist dort auch weithin unvorstellbar – teils aus handfesten politischen, teils aus religiösen Gründen.

Diese Rolle der sogenannten Zivilgesellschaft diskutiert Eike Gebhardt mit zwei ausgewiesenen Experten: Gesine Schwan (Präsidentin und Mitgründerin der Humboldt-Viadrina Governance Platform gGmbH) und Rupert Graf Strachwitz (Gründer und Direktor des Maecenata-Instituts für Philanthropie und Zivilgesellschaft)