Kontrapunkt - der multicult.fm Radiotalk

Motiv: Fritz Ebeling (1930-2011)

Für die klassische europäische Musik bedeutet der Kontrapunkt die "Gegenstimme", oder "die Tonfolge, die gleichzeitig mit einer gegebenen Melodie erklingt" und wird als "punctus contra punctum ... ausdrücklich als Grundlage der Mehrstimmigkeit" gesehen (Wikipedia).

Der multicult.fm Radiotalk versucht sich am stetigen Wechsel von Harmonie und Streitkultur - auf hohem Niveau: im Kontrapunkt streiten ExpertInnen über vielfältige Themen des politischen, gesellschaftlichen und religiösen Zusammen-Lebens - oder eben auch Gegeneinander-Agierens.

> die Sendezeiten von Kontrapunkt auf multicult.fm

 

Kontrapunkt
Dr. Ulrike Guérot

Kontrapunkt | 19.05.2013

Die Zustimmung zum vereinten Europa sinkt unter den Bürgern schon seit einigen Jahren, und das nicht nur in den gebeutelten Staaten wie Griechenland, Portugal oder Spanien. Auch mehr und mehr Deutsche fragen sich, ob die Lasten der Krise gerecht verteilt werden. Wo liegen die eigentlichen Ursachen dieser Krise, und was müsste getan werden? Über diese und andere Fragen spricht Wolfgang König mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Ulrike Guérot, Leiterin des Berliner Büros des European Council on Foreign Relations.

  

Vorangegangene Sendungen:

  

Kontrapunkt

Kontrapunkt | 05.05.2013

Denis Goldberg, der 1964 als einziger Weißer mit Nelson Mandela zusammen verurteilt wurde, ist kürzlich 80 Jahre alt geworden. Am Dienstag gab es deshalb eine Festveranstaltung für ihn und mit ihm in der südafrikanischen Botschaft in Berlin. Zusammen mit Denis Goldberg und Jürgen Schadeberg, dem aus Berlin stammenden Vater der südafrikanischen Pressefotografie, spricht Wolfgang König über die politische Vergangenheit und Gegenwart Südafrikas.

 

Kontrapunkt

Kontrapunkt | 21.04.2013

Wir widmen uns heute dem Blauen Engel. Der feiert dieses Jahr seinen 35. Geburtstag.

Was ist der Blaue Engel? Der Blaue Engel ist das erste und bekannteste Umweltzeichen der Welt. Seit 1978 setzt er Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, die von einer unabhängigen Jury nach definierten Kriterien beschlossen werden. Mit dem Blauen Engel werden Unternehmen für ihr Engagement im Umweltschutz belohnt. Der Blaue Engel wird als ein ökologischer Leuchtturm bezeichnet, der Verbrauchern den Weg zum ökologisch besseren Produkt weist und Umweltbewußten Konsum fördert.

"Wer beim Einkauf auf den Blauen Engel achtet, tut etwas für die Gesundheit und die Umwelt."

Unsere Gäste:

  • Dr. Ulf Jaeckel, Leiter des Bereichs "Produktbezogener Umweltschutz, Normung, umweltfreundliches Beschaffungswesen"
  • Prof. Dr. Edda Müller, stellvertretende Vorsitzende der Jury Umweltzeichen
  • Dr. Tanja Busse Moderatorin, freie Journalistin und Autorin

Webseite von Blauer Engel: www.blauer-engel.de
 

Kontrapunkt

Kontrapunkt | 07.04.2013

»Was Frauen Sex bedeutet«, über dieses Thema, das einen Dauerkampf der Kulturen am Laufen hält, werden wir künftig in regelmäßigen Abständen diskutieren. Diesmal haben wir die Autorin eines Buchs ins Studio geladen, das zum Thema beiträgt: Barbara Sichtermann, gleichsam der nüchterne und gesunde Menschenverstand unter den deutschen Feministinnen, ja in der Geschlechterdebatte überhaupt. Mit ihr diskutiert die Gründerin und Leiterin der Kulturbüros ehrlichearbeit.de, Ilka Rümke - ein Kulturkampf der Generationen, moderiert von Eike Gebhardt.

(Erstsendung 2012)
 

Kontrapunkt
v.l.n.r.: Timotheus Felder, Jacqueline Roussety, Gabriele Schambach, Heike Werner

Kontrapunkt | 24.03.2013

Auch heute geht es wieder um ein aktuelles und spannendes Thema. Ein Thema dass mittlerweile in der Politik, in der Gesellschaft, ja im täglichen Leben seine Aufmerksamkeit verdient. Ein Thema um das diskutiert, gestritten aber auch immer wieder hinterfragt wird. Es geht um die Begriffe: Gender/Diversity in der Theorie und in der Praxis.

Gender bezeichnet ein Konzept, die soziale oder psychologische Seite des Geschlechts einer Person im Unterschied zu ihrem biologischen Geschlecht abzugrenzen. Also alles, was in einer Kultur als typisch für ein bestimmtes Geschlecht angesehen wird (z. B. Kleidung, Beruf und so weiter).

Der Begriff wurde aus dem Englischen übernommen, um auch im Deutschen eine Unterscheidung zwischen sozialem ("gender") und biologischem ("sex") Geschlecht treffen zu können, da das deutsche Wort Geschlecht in beiden Bedeutungen verwendet wird. Diversity bedeutet nicht nur Vielseitigkeit, sondern auch die Differenz. Und um diese beiden Seiten miteinander zu verbinden, bedarf es ein sicheres Gespür dafür, beides miteinander zu verbinden, ohne die eine Seite zu vernachlässigen, oder explizit hervorzuheben.

Was das ganze aber nun bringen soll, dass werden meine heutigen Studiogäste mit mir diskutieren, die sich genau mit diesen Begriffen nicht nur in der Theorie auskennen, sondern auch in der Praxis umsetzen.

Zu Gast heute sind:

  • Heike Werner: Qualifiziert als Gendertrainerin und seit November 2007 Bereichsleiterin der Genderpolitik bei ver.di, der großen Gewerkschaft
  • Timotheus Felder: Politologe, Journalist, Gender- Trainer und ebenfalls bei ver.di beschäftigt
  • Dr. Gabriele Schambach: Genderprofilerin an der evangelischen Hochschule Berlin, zudem Beraterin von Unternehmen, betreibt Forschungsprojekte zu Gender u. Diversity Aspekten in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. (www.genderworks.de)
Kontrapunkt
v.l.n.r.: Georg Abel, Jacqueline Roussety, Paul Werner Hildebrand, Georg Sedlmaier

Kontrapunkt | 10.03.2013

Uns ist mittlerweile allen klar: Es gibt nur eine Welt, auf der und mit deren Ressourcen wir alle auskommen müssen! Es gibt nur eine Welt, auf der wir den Platz, den Boden, die Luft gerecht teilen müssen! Aber durch die Vermüllung unserer Erde, den schwer abbaubaren Giften, die wir in Boden und Wasser verklappen, gefährden wir diesen einzigartigen Lebensraum Erde. 

Und es ist deshalb hier zu diskutieren: Was läuft eigentlich in unserem hochmodernem System falsch, dass einerseits viel Aufwand betrieben wird, Rohstoffe, künstliche und chemische Stoffe zu verarbeiten, um alles schick zu verpacken, es aber auf der anderen Seite das Geld fehlt und nicht genügend Phantasie entwickelt wird, diesen Müll zu umweltverträglichen Bedingungen zu entsorgen.

Ich habe mit Hilfe von Paul Werner Hildebrand von organic Marken Kommunikation zwei Experten eingeladen, die mit mir dieses Problem diskutieren werden, und ich kann ihnen liebe ZuhörerInnen versprechen, hiernach werden Sie ein wenig nachdenklicher sein.

Unsere Gäste:

  • Georg Sedlmaier: Begründer der IG FÜR, die Interessengemeinschaft für gesunde Lebensmittel, ein Verein mit mehr als 700 Mitgliedern, die sich für den Verbraucherschutz stark machen, und versuchen den Handel davon zu überzeugen, dass qualitativ hochwertige, natürlich erzeugte Lebensmittel nachhaltigere Gewinnmöglichkeiten bieten als konventionelle Industrienahrung.
  • Georg Abel: arbeitet seit 1994 als Bundesgeschäftsführer der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V., der 1985 gegründete Bundesverband kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher und verfolgt das Leitbild des "mündigen, verantwortlichen Verbrauchers". Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen traditionell auf den Themenkomplexen Ernährung, Gesundheit und Umwelt. Er beschäftigt sich vor allem mit dem Thema Nachhaltigkeit. Er leitete beispielsweise die mehrjährige Informationskampagne "fair feels good.", die mit dem GWA Social Effie 2007 ausgezeichnet wurde.


Weitere Infos zum Thema:

Am 19.03. gibt es in den Räumen der Hessischen Landesvertretung (In den Ministergärten 5, 10117 Berlin) eine Tagung zu dem Thema: "Haben wir die richtigen Lebensmittelverpackungen?" Ein Anmeldeformular, mit dem sie sich für diese Tagung anmelden können, finden Sie unter
www.ig-fuer.de

 

Kontrapunkt
v.l.n.r. um Jacqueline Roussety (Mitte): Nicole Schink, Ramon Zürcher, Alexander Hasskerl, Sabine Werner

Kontrapunkt | 10.02.2013

Unser Thema in dieser Kontrapunktsendung dreht sich um die Berlinale, dem mittlerweile größten europäischen Filmevent des Jahres. Neben rotem Teppich, Glamour und Stars gibt es aber auch die reale Seite des Filmbusiness, nämlich "The making of a Movie". Und genau das werden meine heutigen Gäste mit mir diskutieren, wie denn die Wirklichkeit hinter so einer Produktion eigentlich aussieht. Und, wie viel Schutz und Raum gewährt einem eine Filmakademie. Ist das wirklich die Vorbereitung auf die Realität, oder sind und bleiben es paradiesische Zustände, die sich nie wieder ergeben werden, sobald man den glatten Parkett der Film- und Fernsehwelt betritt?

Zu Gast sind:

  • Ramon Zürcher: der Regisseur des Films "Das merkwürdige Kätzchen", der auf der diesjährigen Berlinale seine Premiere feiern wird
  • Alexander Hasskerl: der Kameramann
  • Nicole Schink: die Regie- und Produktionsassistentin
  • Sabine Werner: Schauspielerin, und das nicht nur in dieser Produktion, sondern seit Jahrzehnten auch auf der Bühne

"Das merkwürdige Kätzchen" ist an folgenden Terminen auf der Berlinale zu sehen:

  • 11.02. 19:15 Uhr im Delphi-Filmpalast
  • 13.02. 22:00 Uhr im Cine Star Event
  • 15.02. 20:00 Uhr im Colosseum 1
  • 17.02. 12:30 Uhr im Arsenal 1

Es ist ein Psychogramm einer latent aggressiven Mutter, gespielt von Jenny Shily, der Plot balanciert zwischen einem unterschwelligen Familiendrama, die Handlung spielt größtenteils im abgeschlossenen Bereich einer Elternwohnung, also definitiv ein Kammerspiel. Während die Familienangehörigen die Wohnung mit ihren Gesprächen, Alltagshandlungen und Kochvorbereitungen beleben, streifen eine Katze und ein Hund durch die Räume. Auch sie werden zu einem zentralen Bestandteil dieses familiären Alltagsreigens, eine sehr eigenwillige Machart, sehr spezielle Kameraführung und Texte, die an Kafka erinnern. Also, in erster Linie kein Fast Food, und nicht das was man im Film- und Fernsehbereich als Mainstream bezeichnen würde. Ist das der Schutz einer Akademie, sich auszuprobieren, ohne sich dem Druck einer Quote unterordnen zu müssen?

Redaktion & Moderation: Jacqueline Roussety
 

Kontrapunkt
Dr. Dietmar Molthagen zusammen mit Jacqueline Roussety und Wolfgang König

Kontrapunkt | 27.01.2013

In unserer heutigen Talkshow gehe ich auf die Friedrich-Ebert-Stiftung ein. Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist eine private, gemeinnützige, kulturelle Institution, die sich den Ideen und Grundwerten der sozialen Demokratie verpflichtet fühlt. Diese Stiftung engagiert sich unter anderem für ein gesellschaftliches Zusammenleben in kultureller und lebensweltlicher Vielfalt und setzt sich für die Teilhabe aller Menschen am politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Deutschland ein. Die internationale Zusammenarbeit im demokratischen Geiste zu fördern ist ebenso Ziel der Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung weltweit.

In rund 100 Ländern organisiert sie einen Ideen-und Erfahrungsaustausch, um dazu beizutragen, die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen zu verbessern, den Menschenrechten Geltung zu verschaffen und Zusammenarbeiten von Interessengruppen und auch von Staaten untereinander zu erleichtern. Öffentliche Veranstaltungen zum Dialog zwischen Politik und Gesellschaft tragen ebenso zur Entwicklung der politischen Kultur und zur Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels bei.

Unser heutiger Studiogast ist Dr. Dietmar Molthagen Referent für Interkultureller Dialog der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin mit Sitz in der Hiroshimastrasse 17.

Redaktion: Jacqueline Roussety
Moderation: Jacqueline Roussety, Wolfgang König
 

Kontrapunkt

Kontrapunkt | 13.01.2013

Etwa jedes 100. Kind wird mit einem Herzfehler geboren. Etwa jedes 100. Kind wird mit einem Herzfehler geboren. Das sind allein in Deutschland jeden Tag 19 Kinder, 7.000 pro Jahr. Für einige dieser Kinder bedeutet der Fehler keine Beeintächtigung ihres Lebens, oft wird der Herzfehler tatsächlich erst sehr spät, manchmal gar nicht erkannt. Was aber machen die anderen? Wie sehen die Behandlungsmethoden aus? Welche Finanzierungsmöglichkeiten existieren? Wie sehen die Überlebenschancen der Kinder nach einer Herz-OP aus? Und wie lebt es sich eigentlich mit einem Herzfehler oder einem Herzschrittmacher?

Über diese und andere Fragen diskutieren:

  • Frau Sylvia Paul, Vorstand der Stiftung Kinderherz
  • Dr. Björn Peters, Oberarzt in der Abteilung für angeborene Herzfehler / Kinderkardiologie des Deutschen Herzzentrums Berlin
  • Prof. Dr. Felix Berger, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie
  • Oliver Birne, Patient

Redaktion & Moderation: Chadi Bahouth
 

Kontrapunkt | 06.01.2013

»Kunst als Politik?«

Kulturen haben sehr unterschiedliche Ideen über die Rolle der Künste in der Gesellschaft. Dienen sie nur der Unterhaltung? Der Dekoration? Der Bildung? Der Erziehung neuer Sensibilitäten und daher auch dem sozialen Wandel? Gehören sie in den Alltag oder nur in besondere Bereiche? Eike Gebhardt diskutiert - in englischer Sprache - mit drei jungen Künstlerinnen: Aus Russland, Bangla Desh, und den USA. 
 

KULTour
Frithjof Bergmann, Porträtfoto von Admiralthrawn 1

Kontrapunkt | 30.12.2012

Utopien gelten als Spinnereien - doch seit der sogenannten Krise haben sie wieder Saison. Und zwar ausgesprochen praktische Visionen einer anderen, besseren Gesellschaft, die schon mit heutigen Mitteln möglich wäre - wenn wir es nur wollten. Wie könnte sie aussehen, diese neue Gesellschaft - und welche Interessen stehen ihrer Verwirklichung entgegen? Eike Gebhardt spricht mit dem globalen Government-Consultant Frithjof Bergmann.
 
 

Kontrapunkt
Jacqueline Roussety mit Mathias Deiß und Jo Goll (rechts)

Kontrapunkt | 16.12.2012

Jacqueline Roussety ich widmet sich in dieser Sendung einem Thema, das mehr als unsere Aufmerksamkeit verdient. Nicht nur unsere Aufmerksamkeit sondern das auch zu einem Umdenken führen sollte - zu einem Nachdenken und einem Mehr an Miteinander herausfordert und beides einfordert.

»Ehrenmord« ein Verbrechen im Zeichen der sogenannten Familienehre, eine Form von Gewalt gegen Frauen und Mädchen, die innerhalb stark patriarchalisch strukturierten Familien und Gesellschaften vorkommt. Die Gewalt wird mit der Wiederherstellung von Ehre gerechtfertigt und von männlichen Verwandten ausgeübt. Die Ehre einer ganzen Sippe hat mehr Wert als ein Menschenleben.

Meine heutigen Gäste haben sich über mehrere Jahre mit diesem Thema auseinandergesetzt. Mathias Deiß, ARD Korrespondent aus Berlin, und Jo Goll, Redakteur und Reporter für die ARD und den RBB haben nach ihrem Dokumentarfilm "Verlorene Ehre - Der Irrweg der Familie Sürücü" ihr Buch Ehrenmord. Ein deutsches Schicksal geschrieben, erschienen im Verlag Hoffmann und Campe.

Es ist die Geschichte von Hatun Sürücü aus Berlin. Hatun war etwas gelungen, wovon viele junge Frauen aus muslimischen Familien nur träumen können: ein eigenes, selbstbestimmtes Leben zu führen. Aber diese westliche Art zu leben wurde von ihrer aus Ostanatolien stammenden Familie nicht toleriert. Hatun wurde mit 16 aus der Schule genommen, heiratete ein Jahr später einen Cousin in der Türkei, floh mit dem gemeinsamen Sohn nach Berlin zurück. Sie war ausgebrochen aus diesem Clan und hatte die Ehre der Familie beschädigt. Sie bricht wieder aus, wohnt alleine, macht eine Ausbildung, legt das Kopftuch ab und hat einen deutschen Freund. Hatun war in die deutsche Gesellschaft integriert und dennoch auf sich allein gestellt. Sie versuchte den Spagat, Kontakt zur Familie zu haben, aber auch an ihrem westlich orientierten Lebensmodell festzuhalten. Schließlich wurde sie von ihrem jüngsten Bruder Ayhan am 7. 2. 2005 auf offener Strasse praktisch hingerichtet: Er schoss ihr dreimal aus nächster Nähe in den Kopf.

Das Autorenteam Deiß / Goll hat über Monate hinweg recherchiert, Akten gesichtet, den Täter im Gefängnis befragt und Familienangehörige in der Türkei aufgesucht. Ein Bravourstück des investigativen Journalismus. Tausende Frauen können nach wie vor nicht aus diesen archaischen Strukturen ausbrechen. Für manche von ihnen endet das Leben viel zu früh mit einem gewaltsamen Tod. Und viele leben Tag für Tag in Angst und Schrecken hinter Türen und Fenstern, die keinen Blick ins Innere dulden.
 

Kontrapunkt
©2010 Kindernachsorgeklinik BB gGmbH
Ines Möhwald, Eike Gebhardt
Anja Frey, J. Roussety + Thomas Arnold

Kontrapunkt | 02.12.2012

»Benefizveranstaltungen«

Wie viel Spaß, Kulinarisches und Kultur muss geboten werden, damit die Menschen auch wirklich kommen und auch gerne ihr Geld für einen guten Zweck dalassen? Wie viele Promis benötigt eine Benefizveranstaltung und wie selbstverständlich verzichten diese dann auch auf ihre Gagen? Wie sieht das eigentlich rechtlich und steuerlich aus mit diesem Geld, wie muss man damit umgehen? Wie viel darf man eigentlich davon einfach so übernehmen, ohne dafür belangt zu werden?

Die heutigen Studiogäste von Jacquelien Roussety und Eike Gebhardt:

  • Anja Frey: Veranstalterin der Biokultur im Ofenhaus und Geschäftsführerin des Bioladens Freyland
  • Thomas Arnold: Schauspieler und bekannt als Gerichtsmediziner Jonas Zander aus dem Dortmunder Tatortteam
  • Ines Möhwald: Assistentin der Geschäftsführung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kindernachsorgeklinik Bernau

Alle zusammen mit noch vielen Menschen mehr stemmen sie am 16.12. die Biokultur im Ofenhaus in Bernau. Eine multikulturelle Veranstaltung. Der Erlös dieser Veranstaltung geht an die Kindernachsorgeklinik, die gemeinnützige Rehabilitationsklinik für krebs- und herzkranke Kinder.

Biokultur im Ofenhaus. Kartenvorverkauf: (030)91142470

Spendenkonto für die Kindernachsorgeklinik Bernau:
Sparkasse Barnim, BLZ: 170 520 00, Ktnr.: 3000 009 840
 

Kontrapunkt
Eike Gebhardt
Jacqueline Roussety + Michaela Hinterstoißer

Kontrapunkt | 18.11.2012

»Und, wie sieht das eigentlich später mit deiner Rente aus?«

Überall wird groß verkündet: 2013 steigen die Renten im Westen um 1 %, im Osten um 3%. Wie sieht die Rentensituation aber heute wirklich aus, wie in 15 Jahren? Und: Altersarmut - ein prekäres Thema - vor allen Dingen für Frauen.

Eine erschreckende Entwicklung in einem der reichsten Länder Europas. Heute leben so viele Menschen in Armut, und viele alte Menschen sind trotz jahrzehntelanger Arbeit auf Sozialhilfe angewiesen. Viele hatten nicht wirklich über eine zusätzliche Altersvorsorge nachgedacht. Aber das Erschreckende ist, dass auch heute noch viele, überwiegend Frauen, nicht wirklich darüber nachdenken, wie sie später über die Runden kommen werden. Viele glauben, sie seien durch ihren Ehemann bzw. Partner abgesichert. Doch, was ist, wenn die Ehe scheitert, wie sieht das denn da mit der Rente aus? Oder, wenn beide arbeitslos werden? wie hoch werden dann die Altersbezüge tatsächlich sein?

Um einfach mal wachzurütteln und aufzuklären, hat Jacqueline Roussety eine sehr kompetente Frau eingeladen: Michaela Hinterstoißer, die sich seit 1996 mit diesem Thema auseinandersetzt. Sie fing damit an Freunde zu beraten, wie diese sich mit einem kleinen Beitrag "für später im Alter" eine einigermaßen lebenswerte Rente anlegen konnten. Heute leitet sie eine der größten Versicherungen, die sich auf diese Thematik spezialisiert hat, und hört nicht auf, unermüdlich die Menschen zu beraten, damit diese nicht im Alter an den sozialen Abgrund gedrängt werden.
 

Kontrapunkt
Carsten Fiebeler (mit dem wilden Tier)
Wolfgang König und Jacqueline Roussety

Kontrapunkt | 04.11.2012

»Sushi in Suhl«

Zu Gast heute bei Jacqueline Roussety: Carsten Fiebeler, Drehbuchautor und Regisseur - zurzeit läuft sein Film "Sushi in Suh" in den Kinos. In den Hauptrollen Uwe Steimle als Rolf Anschütz und Julia Richter als seine Frau Ingrid. Es geht um die legendäre Geschichte des Kochs Rolf Anschütz, der zur DDR-Zeit ein japanisches Restaurant eröffnet, das weit über die Grenzen hinaus bekannt war und sein kulinarischer Ruf drang sogar bis nach Japan. Er lenkt natürlich die Aufmerksamkeit der Partei auf sich, und jetzt geschieht das aberwitzige: das ganze Unternehmen wird von der politischen Führung geduldet. Innerhalb kürzester Zeit stehen ihm Westdevisen für mehrere 100. 000 DM zur Verfügung, um sich in Düsseldorf beim exklusivsten Feinkostspezialisten für asiatische Lebensmittel einzudecken. LKW-Ladungen rollen nach Suhl. Alles mit Rang und Namen trifft sich in Suhl und in seinem Beisein werden millionenschwere Geschäftsabschlüsse getroffen und gefeiert, mit dem wohl kapitalistischsten Land seiner Zeit. Das alles mitten im Kalten Krieg.

Und neben dem "The Making of Sushi in Suhl" wird auch die Frage im Raum stehen: was war tatsächlich möglich in der DDR? wie viele Freiräume konnte jemand für sich beanspruchen, wenn eine Idee, sei sie noch so verrückt und westlich orientiert, kompatibel mit dem real existierenden Sozialismus war? Filmästhetisch kann man den Film wie ein Märchen sehen: schöne Bilder, wundervolle Schneelandschaften japanisches Dekor in sanftes Licht getaucht. Endlich mal ein Film, der nicht nur Düsternis und Stacheldrahtzaun und Mauer zeigt, sondern den Traum eines Menschen, den er einfach realisieren wollte, mußte!, oder zeigt: es gab auch in der DDR schöne und humorvolle Zeiten. Momentaufnahmen eines Lebens, das lebenswert schien. Und weil hier natürlich auch die politische und gesellschaftliche Situation erörtert werden will, unterstützt Jacqueline Roussety ihr Kollege Wolfgang König als zweiter Studiogast, der die DDR aus eigener Erfahrung kennt und davon berichten wird.

Die Sendung bei mixcloud nachhören!
 

Jacqueline Roussety und Jochen Prümper

Kontrapunkt | 07.10.2012

Stress in der Arbeitswelt. Wer kennt das nicht. Aber, gibt es Möglichkeiten, diesem nachhaltig entgegen zu treten, und wenn ja, wie sieht das in der praktischen Umsetzung aus? Wer ist dafür verantwortlich? Der Chef, der Betriebsrat, die Mitarbeiter selber? Und damit "Burn Out" und der absolute Kollaps in den Firmen nicht den Menschen in seiner Gesundheit und Lebensqualität beeinflusst, hat Jacqueline Roussety einen Experten eingeladen: Prof. Dr. Jochen Prümper der sich genau damit auseinandersetzt, wie ein Dauerstress in Firmen, Betrieben und Geschäften behoben werden könnte, und im Idealfall erst gar nicht zutage tritt. Welchen Beitrag sollte ein Unternehmen leisten, um ihre ArbeitnehmerInnen nicht zu "verbrennen"?

Prof. Dr. Jochen Prümper ist Wirtschafts- und Organisationspsychologe an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Einer der Schwerpunkte seiner Arbeit ist der Arbeits- und Gesundheitsschutz in Betrieben.

Diese Sendung bei mixcloud jederzeit nachhören!
 

Gebhardt, Roussety, Gabrin
Schaaf-Derichs und Embacher (von links)

Kontrapunkt | 23.09.2012

»Wie ehrenvoll ist Ehrenamt? Und: Kann die Gesellschaft ohne unbezahlte Arbeit überhaupt noch funktionieren?«

"Freiwilligendienst" klingt erst einmal nach Edelmut. Aber warum ermutigen und bejubeln auch ganz normale Unternehmen und Verbände das Ehrenamt? Nur weil auch sie zur besseren Gesellschaft wenigstens ihr PR-Scherflein beitragen wollen? Oder womöglich weil es ihnen, über den Image-Gewinn hinaus, auch ganz konkrete Vorteile bringen könnte, wenn die Menschen weniger den materiellem Lohn im Auge haben?

Eike Gebhardt und Jacqueline Roussety diskutieren mit Carola Schaaf-Derichs, Leiterin der Landesfreiwilligenagentur Berlin und mit Serge Embacher vom Bundesverband Bürgerschaftliches Engagement (BBE).
 

J. Roussety und H. Kächele

Kontrapunkt | 09.09.2012

»Welternährung: Eine Herausforderung für die Zukunft - was kann biologischer Anbau dazu beitragen?«

Uns ist mittlerweile allen klar: Es gibt nur eine Welt, auf der und mit der wir alle auskommen müssen! Es gibt nur eine Welt, auf der wir Platz und Ressourcen gerecht teilen müssen! Aber, die Weltbevölkerung wächst, Ackerland wird knapp, die Lebensmittelpreise steigen: Die konventionelle Landwirtschaft ist vielleicht einfacher und billiger als die ökologische (und zwar im Schnitt um 20 %), aber der Preis, den wir alle dafür im Sinne der Nachhaltigkeit zahlen müssen ist definitiv zu hoch: Überdüngte, verarmte und erodierte Böden, sinkender Grundwasserspiegel, nitratverseuchtes Oberflächenwasser, schwer abbaubare Pestizide und zunehmend resistente Schädlinge.

Und es ist deshalb hier zu diskutieren: Was läuft eigentlich in unserem hochmodernem System falsch, dass tonnenweise Essen weggeschmissen wird - und dann verdirbt und verfault (in Deutschland ein Drittel der Lebensmittel!), aber weltweit alle drei Minuten ein Kind an Hunger stirbt? Während bei uns die meisten über ein Drittel der notwendigen Kalorien zu sich nehmen, hungern über eine Milliarde Menschen auf dieser Erde. Das gilt es im Sinne der Gerechtigkeit zu ändern und für 7 Milliarden Menschen auf der Erde besser zu organisieren.

Zu Gast heute bei Jacqueline Roussety:

  • Prof. Dr. Harald Kächele: Bundesvorsitzender der Deutschen Umwelthilfe Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung ZALF. Er ist zudem Agrarökonom und hat eine Professur für Umweltökonomie an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Er arbeitet seit 1992 am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg. Seit 2001 Bundesvorsitzender der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Seit diesem Jahr ist er Stiftungsratsvorsitzender der Tropenwaldstiftung Oro Verde.
  • Benedikt Härlin: Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Initiator von "Save our Seeds" Mitwirkender am Weltagrarbericht, Mitglied der internationalen Commission on the Future of Food. Mitherausgeber und einer der Autoren des Sammelbandes "Welternährung Global denken- lokal säen". Erschienen im März 2012 im oekom Verlag. Und sein Beitrag "Die Party ist vorbei" zeigt mit erschreckender Deutlichkeit, dass das, was 50 Jahre in der Agrar- und Landwirtschaft zugelassen wurde, nicht noch einen weiteren Tag bestehen sollte.

Die Sendung bei mixcloud nachhören!
 

Axel Kaiser, E. Gebhardt und J. Roussety

Kontrapunkt | 26.08.2012

Heute dreht sich alles um unsere Zähne, denn wenn Sie tatsächlich noch Zahnpasta benutzen, dann sind Sie wirklich nicht up-to-date und haben Axel Kaiser noch nicht kennengelernt.

Jacqueline Roussety und Eike Gebhardt haben ihn kennenlernen dürfen und konnten an einer wirklich neuen Erfindung partipizieren, denn ihr heutiger Studiogast, eben Axel Kaiser, wird Ihnen erklären, wie sie lebenslang ihre Zähne behalten können - und das auch noch ohne Karies, ohne lästigen Zahnstein und ohne empfindliche Zahnhälse.

Zahnpasta besteht überwiegend aus Kreide (Calciumcarbonat), mit Anteilen von Calciumphosphat und Magnesiumcarbonat. Dazu enthält Zahnpasta sogenannte Füllstoffe, um den Schaum zu erzeugen, Glycerin sowie Binde- und Stabilisierungsmittel, Aromastoffe, Desinfektionsmittel, mundkosmetische Stoffe und mitunter auch Farbstoffe. Die neuen Denttabs verzichten völlig auf all diese Stoffe.

 

 

DENTTABS im Netz: Homepage | bei facebook
 

Kontrapunkt | 12.08.2012 : Berlin - eine altehrwürdige Stadt?

Wie alt ist Berlin eigentlich? 775 Jahre, wie das Jubiläum suggeriert?  Wahrscheinlich noch etwas älter, also eine richtige mittelalterliche Gründung, sie hat sich nicht etwa aus einem Zufallsdorf entwickelt. Hat Berlin eine Identität wie Rom, Paris, London - oder ist die ewige Durchgangsstadt eher eine Arena vitaler Identitätslosigkeit, daher nicht zufällig attraktiv vor allem für Kulturnomaden aus allen Kontinenten?  Die Planer der Jubiläumsfeiern - ab 24. August - Gabriele Miketta und Wolf Kühnelt stehen Jacqueline Roussety und Eike Gebhardt Rede und Antwort.
 

Kontrapunkt | 01.07.2012

2014 läuft der Konzessionsvertrag für das Berliner Stromnetz aus. Aber jetzt bereits wird entschieden, wer in den nächsten Jahrzehnten das Netz der Hauptstadt besitzen wird. Jacqueline Roussetys Studiogast Peter Masloch, Vorstand von der BürgerEnergie Berlin Genossenschaft will diese Gelegenheit nutzen, sich gemeinsam mit den Berliner Bürgern am Ausschreibungsverfahren zu beteiligen, um das Stromnetz zu kaufen. Mit dem Ziel, die regenerativen Energien in der Hauptstadtregion zu etablieren und die Gewinne daraus sinnvoll zu nutzen.
 

Peter Masloch + Jaqueline Roussety

BürgerEnergie Berlin will die Energiewende selbst in die Hand nehmen. Die Idee ist ambitioniert, aber wenn viele einsteigen, kann sie gelingen: dem Kohle- und Atomkonzern Vattenfall das Berliner Stromnetz zu entreißen und es in die Hand der Berliner zu legen, Berlin mit einem intelligenten Stromnetz für die Energiewende fit zu machen und mit 100% Ökostrom zu versorgen. Spannend!

Kontakt BürgerEnergie Berlin:

BürgerEnergie Berlin eG i.G.,
Gerichtstrasse 12-13,  13347 Berlin
Fon: 030 | 577 036 390
Fax: 030 | 577 036 399
Mail: info(at)buerger-energie-berlin.de

im Internet: Homepage | facebook

Spendenkonto: 1133776800, BLZ 43060967 GLS Bank
 

Nana Krüger und Jacqueline Roussety

Kontrapunkt | 17.06.2012

Nana Krüger arbeitet als Familienaufstellerin in Berlin. Es ist eine Form, immer wiederkehrende Konflikte in Familie und im Beruf zu hinterfragen, Beziehungsprobleme zu lösen, Symptome des Körpers wahrzunehmen, die anzeigen, wo Grenzen sind, wo nichts mehr geht, wo es hakt und stockt.

Ein Aufstellungsseminar bietet einen geschützten Raum, Beziehungen, Verbundenheit zur Familie und den Mitmenschen wahrzunehmen. Durch Aufstellungen werden Dynamiken und Kräfte sichtbar, die meist unbewusst unser Leben lenken und bestimmen. Aber, wie wirkungsvoll ist diese neue Therapieform wirklich? Darüber wird Jacqueline Roussety heute mit Nana Krüger Nana Krüger diskutieren.
 

Kontrapunkt | 27.05.2012

Letzten Freitag stellte Jacqueline Roussety in ihrer KULTour Sendung zum Thema Spielsucht den Kurzfilm »Verzzokkt« vor. Heute spricht sie ausführlicher mit dem Regisseur Kubilay Sarikaya und dem Produzenten Sedat Kirtan. Beide sind in Deutschland geboren, aber ihren kurdischen und damit multikulturellen Wurzeln sehr verbunden. Nach dem riesigen Erfolg ihres Kurzfilms starten sie im September das große Kinoprojekt zum gleichnamigen Thema: Spielsucht - eine Krankheit in unserer Gesellschaft, die immer größere Ausmaße annimmt.
 

Kontrapunkt | 13.05.2012

»Multi-Kultur oder Interkultur?« Menschen verschiedener kultureller Herkunft bzw. Erziehung reden oft aneinander vorbei, wenn es um die scheinbar klarsten Begriffe und Bedeutungen geht. Sie kommen einfach nicht ins Gespräch, weil die Wörter unterschiedliche Vorstellungen (und praktische Folgen) heraufbeschwören. Wie übersetzen wir Wörter und Gesten samt deren Bedeutungsfeldern? Was ist "interkulturelle Kompetenz"? Eike Gebhardt diskutiert mit der IK-Expertin und -Trainerin Mala Ullal, dem Unternehmer (u.a. Hostels) Aykut Karatas, und dem Coach für internationale Wirtschaftsführer Eric Lynn.
 

Kontrapunkt | 15.04.2012

»Was Frauen Sex bedeutet« über dieses Thema, über das ein Dauerkampf der Kulturen im Gange ist, werden wir künftig in regelmäßigen Abständen diskutieren.  Diesmal haben wir die Autorin eines Buchs mit genau diesem Thema ins Studio geladen: Barbara Sichtermann, gleichsam der nüchterne und gesunde Menschenverstand unter den deutschen Feministinnen, ja in der Geschlechterdebatte überhaupt. Mit ihr diskutiert die Gründerin und Leiterin der Kulturbüros ehrlichearbeit.de, Ilka Rümke - ein Kulturkampf der Generationen, moderiert von Eike Gebhardt.
 

Kontrapunkt | 01.04.2012

Der vielzitierte "Kampf der Kulturen" suggeriert eine Auseinander-Setzung im doppelten Sinn: Den Zwang, sich mit Anderem überhaupt zu beschäftigen - und die unentrinnbare Folge, dass unsere gewohnten kulturellen Selbstverständlichkeiten durchaus nicht mehr ganz so selbstverständlich bleiben können. Wir sind nicht nur gezwungen, den Anderen aus unserer Sicht zu verstehen, sondern auch uns selber aus der Sicht der Anderen zu betrachten. Die Geburtshilfe zu solchen Einsichten sollen zwei im Ausland zwar geborene, aber schon lange in Deutschland lebende Künstlerinnen leisten. von & mit Eike Gebhardt
 

Kontrapunkt | 18.03.2012

Von der allgemeinen Krise der Musikindustrie ist auch die Weltmusik nicht verschont geblieben. Tonträger- und Kartenverkäufe sind rückläufig, Sendeplätze im Radio sind permanent von der Abschaffung bedroht, und auch im weltmusikalischen Bildungsbereich geht ohne privaten Enthusiasmus fast nichts. Über die aktuelle Situation der Weltmusik-Szene spricht Wolfgang König mit Georg Pfaab, Chef der Agentur PrimeTours, und William Ramsay, künstlerischer Leiter der Golabal Music Academy.
 

Kontrapunkt | 04.03.2012

Kulturelle Globalisierung? Wenn wir von "Globalisierung" reden, meinen wir fast immer nur die wirtschaftlichen Veflechtungen. Unter dem Begriffs-Schirm "Kultur" firmieren dann die McDonald's-Kultur oder die Hollywood-Kultur. Doch auch westliche Ideen und Ikonen haben längst den Alltag fast aller Weltkulturen infiltriert. Haben sie die anderen Kulturen bereichert oder in Konflikte gestürzt? Eike Gebhardt redet mit den Kulturwissenschaftlern Sonia Zouari und Constantin von Barloewen. (Erstsendung Dez. 2011)
 

Kontrapunkt | 26.02.2012

Für die meisten Menschen ist der palästinensisch-israelische Konflikt nichts weiter als eine Ansammlung von Hass und Gegenhass. Einige Palästinenser und Israelis jedoch treffen sich auf Augenhöhe und nennen ihre Gruppe auch so: SameEyeLevel. Sie stemmen sich gegen diese vermeintlich gegebene Feindschaft ihrer Völker und zeigen vielfältige Möglichkeiten auf, wie man tödliche Vorurteile überwinden kann.

mit Chadi Bahouth diskutieren heute:

  • Prof. Dr. Michael Stark, jüdisch-israelisch-stämmiger Arzt aus Jerusalem und Begründer des Vereins 'SameEyeLevel' (facebook Gruppe)
  • Dr. Halima al-Aiyan, palästinensisch-stämmige Ärztin und Beründerin der Talat-alAiyan-Stiftung, die junge Israelis und Palästinenser zusammenbringt - für dieses Engagement erhielt sie 2009 das Bundesverdienstkreuz -
  • Christian Weber, Pfarrer, der in Projektarbeiten immer wieder verfeindete Gruppen an einen Tisch bringt und vor der Wende dazu beitrug, dass diese stattfand
  • Ahmad Mansour, palästinensisch-stämmiger Israeli, Psychologe und heute aktiv in verschiedenen Gruppen gegen Antisemitismus, Xenophobie und Extremismus

  

Kontrapunkt | 12.02.2012

Vor zweieinhalb Jahrzehnten rollte die Weltmusik-Welle an. Innerhalb kurzer Zeit etablierte sich "World Music" als eine feste Größe in der internationalen Musikszene und schien unaufhörlich zu wachsen. Aber seit einigen Jahren ist Weltmusik im Vergleich zu anderen Stilen wieder auf dem Rückzug. Wolfgang König spricht heute mit Georg Pfaab von der Agentur Prime Tours und Willam Ramsay von der Global Music Academy über die aktuelle Situation von Weltmusik in Deutschland und anderswo.
 

Kontrapunkt | 05.02.2012

Zu Gast bei Kontrapunkt ist heute Lutz Kirchenwitz, Leiter der Festivals "Musik und Politik", das vom 22. bis 26. Februar zum 13. Mal in der Wabe und im Kesselhaus der Kulturbrauerei in Berlin stattfinden wird. Mit ihm spricht Wolfgang König über das Verhältnis von Musik und Politik, über das Festival und seine lange Vorgeschichte, die bis 1970 zurückreicht.
 

Kontrapunkt | 22.01.2012

Am 8. Januar 2012 wurde der südafrikanische ANC (African National Congress) 100 Jahre alt. Er war die erste Befreiungsbewegung des Kontinents und hatte den längsten Weg vor sich: Von der Gründung bis zur ersten demokatischen Wahl in Südafrika, in deren Folge der ANC an die Macht kam, sollte es 82 Jahre dauern. Der Kampf gegen die Apartheid war aber nicht nur ein Anliegen der schwarzen Südafrikaner. Neben Indern, sogenannten "Coloureds" und Angehörigen anderer Bevölkerungsgruppen gab es auch Weiße, die sich gegen den institutionalisierten Rassismus in Südafrika engagierten. Zwei Veteranen dieses Kampfes sind heute bei Kontrapunkt zu Gast: der aus Berlin stammende Jürgen Schadeberg, der wie kaum ein anderer Fotograf die politische, kulturelle und soziale Entwicklung seiner Wahlheimat in Bildern dokumentierte, und Denis Goldberg, der 1964 als einziger Weißer zusammen mit Nelson Mandela verurteilt wurde und 22 Jahre im Gefängnis verbringen musste. Mit ihnen diskutiert Wolfgang König über den ANC als Befreiungsbewegung und als seit 1994 amtierende Regierungspartei.

 

Kontrapunkt | 15.01.2012

Bindung und Bindungslosigkeit, die Wahl zwischen dem Muff und Mief der Kleinfamilie und der Einsamkeit des Lebens in der großen, bösen, anonymen Stadt - gibt es wirklich nichts dazwischen? Das Unbehagen an der scheinbaren Alternativlosigkeit hat einen Trend geboren, einen experimentellen Lebensstil in größeren Gemeinschaften (früher nannte man sie "Kommunen"), von denen es längst weit mehr gibt, als die Öffentlichkeit ahnt. Was sagt uns dieser Trend? Ist es eine Flucht - oder der konkrete Vorgriff auf neue Gesellschaftsformen? Eike Gebhardt dikutiert mit Experten und Vertretern der Kommune-Bewegung.
 

Kontrapunkt | 08.01.2012

Die USA haben die Welt, wie wir sie heute kennen, geprägt wie kein anderer Kulturkreis. Unabhängig von unseren - persönlichen oder offiziellen - Beziehungen zu diesem Land mit seinen über 300 Millionen Einwohnern aus aller Welt, jener prototypischen multikulturellen Gesellschaft, die unsere Bundeskanzlerin so weltfremd wie naiv für gescheitert erklärte, ist allein das Gewicht dieses Landes Grund genug, sich mit seinen Prinzipien, seinen Mythen und politischen Mechanismen auseinanderzusetzen.  Eike Gebhardt spricht mit dem Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika. mit Eike Gebhardt
 

Kontrapunkt | 18.12.2011

In der heutigen Sendung geht es um das Fremde - im Spannungsfeld zwischen Ethnologie und Literatur. Zu diesem Thema haben Christa Schmidt und Eike Gebhardt zwei Profis aus der Schweiz ins Studio eingeladen - die Ethnologen und Schriftsteller Jürg von Ins und David Signer. Beide Gäste haben über viele Jahre Feldforschung in verschiedenen Staaten Afrikas betrieben und darüber sowohl wissenschaftliche Arbeiten als auch Romane veröffentlicht.