Unsere Pressemitteilungen
Mitteilungen im Überblick
- Startschuss für multicult.FM
auf 88,4 MHz im Radio
online lesen | als pdf (18.05.2010) - Stärkere wirtschaftliche Basis -
Gläsernes Studio im Kreuzberger Kiez - bald auf UKW?
online lesen | als pdf (15.12.2009) - Neuer Stifterverein InKuM stärkt
radio multicult2.0
online lesen | als pdf (08.10.2009) - FDP verpflichtet in die Kritik geratene PR-Agentur
Bundesgeschäftsführung bestätigt Recherche von Webradio multicult2.0
online lesen | als pdf (02.07.2009) - Online-Petitionen nicht barrierefrei
radio multicult2.0 weist auf schwere Mängel hin
online lesen | als pdf (11.06.2009) - Gespräche mit Klaus Bade
radio multicult2.0 diskutiert Migrationspolitik
online lesen | als pdf (25.05.2009) - radio multicult2.0 etabliert sich: neue Inhalte, neue Features, steigender Zuspruch
online lesen | als pdf (26.04.2009) - Deutschland sagt Teilnahme an der Antirassismuskonferenz der UN ab
online lesen | als pdf (20.04.2009) - Telekom reagiert auf Recherche von radio multicult2.0 und stoppt Werbung auf Facebook
online lesen | als pdf (16.04.2009) - radio multicult2.0 startet tägliches Live-Programm/innovative Software ermöglicht Sprachauswahl durch HörerInnen
online lesen | als pdf (19.02.2009) - Sendebeginn des interkulturellen Online-Radios multicult2.0 am 31. Dezember 2008
online lesen | als pdf (30.12.2008 )
18.05.2010
Startschuss für multicult.FM
auf 88,4 MHz im Radio
Es ist soweit: Am kommenden Sonnabend, den 22. Mai um 9 Uhr startet das bisherige Webradio multicult 2.0 sein neues Radioprogramm auf den Frequenzen 88,4 MHz und 90,7 MHz in Berlin und Brandenburg als multicult.FM. Die UKW-Premiere wird am Pfingstwochenende gebührend gefeiert. Zum Karneval der Kulturen sendet multicult.FM zunächst in Sondersendungen. Außerdem ist das Team mit einem eigenen Wagen auf dem Umzug präsent. Zusätzlich gibt es einen Infostand auf Berlins größtem Straßenfest. Dort kann man alles über den Sendestart, das Programmschema und die Arbeit von multicult.FM erfahren.
Was ist Neu?
multicult.FM wird sich mit weiteren, nicht-kommerziellen Anbietern die von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg ausgewiesenen UKW-Frequenzen teilen. Gemeinsam treten die Radiomacher unter dem Namen "88vier" in die Öffentlichkeit, es handelt sich um ein Berliner Medienprojekt mit Pilotcharakter. multicult.FM wird dabei künftig unter der Woche die Morgenstrecke von 6 bis 10 Uhr bestreiten und geht somit in der attraktiven, hörerstarken Primetime auf Sendung. Werktags gibt es von 18 bis 19 Uhr eine Stunde zusätzliche Sendezeit. Daneben sendet multicult.FM auch weiterhin per Livestream im Netz. Nähere Infos gibt es unter: www.multicult20.de.
Wer steht hinter multicult.FM bzw. multicult2.0?
Der Sender entstand als Reaktion auf die Schließung des RBB-Programms Radio Multikulti. Programmgestalter sind größtenteils ehemalige Radio Multikulti Mitarbeiter, die sich seit der Schließung ehrenamtlich für das neue Programm engagieren. Seit dem 31.Dezember 2008 ist multicult2.0 mit diversen Sendungen und Formaten im Internet präsent. Ziel war es auch, eine UKW-Frequenz zu bekommen. Die erste Etappe auf diesem Weg ist geschafft. "Ein Traum wird wahr", freut sich Chefredakteurin Brigitta Gabrin. "Zwar wissen wir nach 16 Monaten Vollzeit-Streaming, dass die Zukunft dem Webradio gehört. Aber hier und jetzt vermissen die Hörer unseren Klang im klassischen Küchenradio: Genau dort können sie uns jetzt wieder hören."
Programm
Für die Frühsendung von multicult.FM ist ein tagesaktuelles Magazin mit den Schwerpunkten Politik und Kultur geplant. Werktags am Abend soll künftig vorwiegend in Deutsch moderiert werden, parallel dazu gibt es die jeweilige Sendung in wechselnden Muttersprachen via Internet. Populäre Musiksendungen, die bisher wochentags liefen, werden künftig einen neuen Sendeplatz am Wochenende finden. Begleitet wird der UKW-Sendestart von multicult.FM mit der Veröffentlichung einer CD. Auf dem Benefiz-Sampler "Berlin Global 2010" finden sich bekannte Szenegrößen wie Chefket, P.R.Kantate & Freaky Floe, die Ohrbooten, Sister Fa und viele weitere. Ein Teil von ihnen kann man auch live erleben. Am Samstag, dem 22. Mai steigt im legendären Kreuzberger SO36 in der Oranienstraße 190 ab 21.00 Uhr eine große Party. Tickets und weitere Infos gibt es unter www.multicult20.de oder www.so36.de.
Brigitta Gabrin Chefredaktion-Geschäftsführung
Sabrina Zelezny Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
(als pdf)
15.12.2009
radio multicult2.0 feiert seinen Ersten Geburtstag im neuen Studio
Stärkere wirtschaftliche Basis - Gläsernes Studio im Kreuzberger Kiez - bald auf UKW?
radio multicult2.0 geht gestärkt ins Neue Jahr: Ein wachsendes Netzwerk an Förderern, eine neu gegründete Betriebsgesellschaft, ein professionelles Gläsernes Studio in der Kreuzberger Marheineke Markthalle und neue Sendeformate sind die Basis, auf der wir eine UKW-Frequenz ansteuern.
Stärkere wirtschaftliche Basis
Bereits im September 2009 haben wir den Stiftungsverein zur Förderung interkultureller Medienprojekte (InKuM) gegründet. Er dient vor allem als Netzwerk der Förderer von radio multicult2.0. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem die Integrationsbeauftragten von Berlin und Brandenburg, sowie der Migrationsforscher Prof. Dr. Klaus J. Bade.
In den nächsten Tagen werden neue Förderer dem Verein beitreten: Politiker aller Couleur wie Carola Bluhm, Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales (Die Linke), MdA Dilek Kolat (SPD), Gabrielle Hiller, Medienpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, sowie Hannaa El-Hussein, Vorsitzende des Landesfachausschusses Ausländerpolitik der FDP, die den Sender multicult2.0 für eine Metropole wie Berlin "so notwendig wie noch nie" hält. "multicult2.0 bietet eine wichtige informelle Grundversorgung für Mitmenschen mit Migrationshintergrund. Darüber hinaus bereichert das multikulturelle Hörfunkprogramm das kulturelle Leben in der Hauptstadt auf einmalige Weise und leistet einen hohen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration."
Auch ein Unterstützer der ersten Stunde wird feierlich in den Verein InKuM aufgenommen: Der Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, Dr. Hans Fleisch: "Ich trete in den Stiftungsverein ein, weil radio multicult2.0 eine wichtige Bereicherung für unsere Region ist. So nah am Puls der unterschiedlichen Communities, wie kein anderes Medium leistet es eine wichtige politische Integrationsarbeit."
Vor dem Hintergrund, mit dem Stiftungsverein und einer breit gefächerten Fundraisingkampagne dem Radiobetrieb eine wirtschaftliche Basis zu sichern, haben wir im Dezember 2009 die multicult Radio- und Medienproduktionen gemeinnützige Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt - gUG) gegründet. Geschäftsführerin ist die bisherige Projektleiterin Brigitta Gabrin.
Gläserenes Studio in der Marheineke Markthalle
Eine der ersten Aktivitäten der neuen Gesellschaft war die Vereinbarung über die Kooperation mit der Marheineke Markthalle: In deren Galerie entsteht in den nächsten Monaten unser Gläsernes Studio. Von dort werden wir senden und produzieren. Alle BerlinerInnen und BrandenburgerInnen sind eingeladen vorbeizukommen und zu erleben, wie Radio gemacht wird - und natürlich auch mitzumachen. Wir werden im nächsten Jahr wieder unser Angebot an Live-Sendungen mit aktuellen kulturellen und politischen Inhalten aufnehmen und natürlich wieder regelmäßig Musiker im Studio begrüßen.
Bewerbung für freie UKW-Frequenzen
Mit diesen Voraussetzungen rechnen wir uns gute Chancen aus, bei der Vergabe von freien UKW-Frequenzen durch die mabb zum Zuge zu kommen. Ziel ist, ab etwa März, zumindest in den Morgen- und Abendstunden, nicht nur im Internet sondern wieder ganz normal und überall in der Region im Radio hörbar zu sein.
Neue Sendungen - innovative Formate
In 2009 haben wir mit der Audiantis-Software experimentiert, um zeitgleich Sendungen in mehreren Sprachen anbieten zu können. Ab dieser Woche gibt es dazu das passende Angebot zunächst für Kinder: Die Geschichten von "Multipieps Cultmatz". Von Montag bis Freitag wird die Kinderrubrik nach den 19-Uhr-Nachrichten laufen und per Mausklick in Deutsch und bis zu fünf anderen Sprachen gleichzeitig verfügbar sein. In einem Fünf-Minuten-Format wird es Geschichten, Schlaflieder aus verschiedenen Kulturen, Rätsel und Wettbewerbe für Klein und Groß geben. Das Maskottchen "Multipieps Cultmatz" ist ein niedlicher orangefarbiger Vogel, der mit seinen bunten Flügel- und Schwanzfedern die Mehrfarbigkeit der Nationen symbolisiert.

- Der neue radio multicult2.0-Star: Multipieps Cultmatz
Die FENSTER ZUR WELT-Pressekonferenz mit Empfang am 17.12.2009
radio multicult2.0 ist ein musikalisches Fenster zur Welt, wird künftig sozusagen im Schaufenster der Marheineke Markthalle produziert und hoffentlich auch in einem UKW-Fenster zu hören sein. Für uns Anlass genug, mit Ihnen nach einem harten und anstrengenden Jahr einen Blick zurück auf das Erreichte und einen längeren Blick nach vorne zu richten auf das, was noch kommen wird. Im Rahmen der Pressekonferenz und des Empfangs wird bei einem kleinen Imbiss und einem Glas Sekt Gelegenheit für intensiven Informationsaustausch mit dem Team und vielen interessanten Gästen sein.
Brigitta Gabrin Geschäftsführung
Thomas Koriat Pressesprecher
(als pdf)
08.10.2009
Neuer Stifterverein InKuM stärkt radio multicult2.0
Der im September gegründete Stifterverein für Interkulturelle Medienförderung (InKuM) verfolgt den Zweck, Integrationsprojekte vor allem in den Bereichen Medienarbeit, Ehrenamt und Kultur zu fördern. Zu den Gründungsmitgliedern zählen die Integrationsbeauftragten der Länder Berlin und Brandenburg: Günter Piening und Karin Weiss, der Migrationsforscher Prof. Dr. Klaus J. Bade, der frühere Direktor des SWR Uwe Rosenbaum, die Vorsitzende der Föderation Türkischer Elternvereine in Deutschland, Berrin Alpbek, der Vorsitzende des Freundeskreis radiomultikulti e.V., Florian Schubert und die Projektleiterin von radio multicult2.0, Brigitta Gabrin.
Initiiert wurde die Gründung von InKuM von Brigitta Gabrin, der Leiterin von radio multicult2.0: "Unsere Idee eines integrativen multikulturellen Radios für alle Berliner und Brandenburger wurde von Anfang an von wichtigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt. Ich freue mich, dass wir für den Stifterverein schon Politiker aller Parteien wie zum Beispiel Christian Hanke (Bezirksbürgermeister Berlin Mitte, SPD) oder Cem Özdemir (Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen) und bedeutende Persönlichkeiten der Wirtschaft wie Vural Öger (Öger Tours GmbH, seit 2004 Mitglied des Europaparlaments) gewinnen konnten."
Beim Stifterverein InKum sind nicht nur Mitglieder, sondern auch als Spende absetzbare "Zustiftungen" erwünscht, denn das junge Radio braucht sowohl finanzielle Unterstützung als auch Menschen, die ihm durch Netzwerkarbeit und mit Ihrem Fachwissen weiterhelfen.
Brigitta Gabrin project management
Thomas Koriat PR management
(als pdf)
02.07.2009
FDP verpflichtet in die Kritik geratene PR-Agentur
Bundesgeschäftsführung bestätigt Recherche von Webradio multicult2.0
Die FDP wird im Bundestagswahlkampf mit der weltweit agierenden Public-Relations-Agentur Burson-Marsteller kooperieren. "Ja, Burson-Marsteller gehört zu unserem Kampagnenverbund, den wir nächste Woche der Öffentlichkeit vorstellen werden", dies bestätigte Thomas Scheffler, Sprecher der FDP Bundesgeschäftsführung heute gegenüber Webradio multicult2.0. Zu weiteren Hintergründen der Kooperation wollte man sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern. Burson-Marsteller gilt als Experte für Krisen-Management.
Die Agentur war in der Vergangenheit aufgrund ihrer Auftraggeber immer wieder in die Kritik geraten. Dazu zählten die im Irak tätige Sicherheitsfirma Blackwater, das Regime des ehemaligen rumänischen Autokraten Cheaucescu, sowie die autoritäre Militärjunta (1976-1983) in Argentinien. Burson-Marsteller unterstützte auch die Öffentlichkeitsarbeit des Chemiekonzerns Union Carbide nach der Gift-Katastrophe im indischen Bhopal.
Bei weiteren Rückfragen wenden sie sich bitte an Thomas Koriat unter presse(at)multicult20.de.
Brigitta Gabrin project management
Thomas Koriat PR management
(als pdf)
11.06.2009
Online-Petitionen nicht barrierefrei
radio multicult2.0 weist auf schwere Mängel hin
In der heutigen Ausgabe des CultMagazins (12.00 Uhr) auf radio multicult2.0 äußert sich MdB Gabriele Lösekrug-Möller, Obfrau der SPD im Petitionsausschuss des deutschen Bundestages, zur Kritik an der Umsetzung der ePetitions-Plattorm.
Die Plattform bietet die Möglichkeit auch elektronisch, grundgesetzlich garantierte, Petitionen einzureichen und mitzuzeichnen. Die starke Teilnahme bezeugt den Bedarf dieses Angebotes. Beispielsweise hat die Petition "Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten" aktuell schon über 115.000 Mitzeichner.
radio multicult2.0 informiert Frau Lösekrug-Möller über die Tatsache, dass dieses Angebot des Bundestages für sehbehinderte Menschen kaum nutzbar ist, da deren Audio-Software barrierefreie Webseiten erfordert. Des Weiteren werden neben der komplizierten Registrierung auch Probleme in der Nutzung des Forums angesprochen, die eine fundierte Diskussion erschweren. Zusätzlich wird in Frage gestellt, ob es gegen die Datenschutzbestimmungen des Telemedien-gesetzes verstößt, dass der Bundestag über einen Link den Download aller unterzeichnenden Namen anbietet.
"Ich nehme den Hinweis, dass das Angebot nicht barrierefrei ist, sehr ernst, das ist das Mindeste, was man tun muss. Darum kümmere ich mich unverzüglich" sagt MdB Gabriele Lösekrug-Möller (SPD).
Hören Sie die komplette Sendung ab 12.00 Uhr (Wiederholung um 20.00 Uhr) auf www.multicult20.de.
Brigitta Gabrin project management
Thomas Koriat PR management
(als pdf)
25.05.2009
Gespräche mit Klaus Bade
radio multicult2.0 diskutiert Migrationspolitik
am Mittwoch, den 27.05.09, startet radio multicult2.0 die angekündigte monatliche Interviewserie:
"Willkommen in Deutschland. Migration & Integration - Aktuell. Klaus Bade im Gespräch mit Brigitta Gabrin"
Deutschlands bekanntester Migrationsforscher Klaus Bade hat das international renommierte Osnabrücker Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) gegründet. Er lebt jetzt in Berlin und ist Vorsitzender des zum Jahresanfang von namhaften Deutschen Stiftungen gegründeten "Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration".
Im Gespräch mit der Initiatorin und Leiterin des Projektes radio multicult2.0 wird er regelmäßig zum Monatsende aktuelle Themen von Migration und Integration sowie von Migrations- und Integrationspolitik diskutieren. Er kann dabei auch auf von Hörern vorab eingesandte Fragen eingehen, soweit sie in das aktuelle Schwerpunktthema der jeweiligen Sendung passen.
Das Thema am Mittwoch: "Migration und Integration im Zeichen der Wirtschaftskrise"
Das halbstündige Gespräch findet am 27. Mai um 13.00 Uhr statt (Wdh. am 28. Mai um 10.00 Uhr). Im Anschluss an die Pressekonferenz vom Vortag mit Prof. Dr. Klaus Bade zum Thema "Qualifikation und Migration: Potenziale und Personalpolitik in der 'Firma' Deutschland" aus Anlass der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten der Geschäftsstelle des Sachverständigenrates am Hackeschen Markt. Bei der Vorstellung der Geschäftsstelle am Abend des 26. Mai werden auch die Staatsministerin für Integration, Prof. Dr. Maria Böhmer, der Integrationsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, der Beauftragte des Berliner Senats für Integration und Migration, Günter Piening, und viele andere Vertreter der Politik anwesend sein.
Bei radio multicult2.0 wird der "deutsche Integrationspapst" (Cornelia Bührle) aktuelle migrations- und integrationspolitische Fragen beantworten und Einschätzungen über Perspektiven und mögliche Handlungsoptionen geben:
Grundsätzliche Angaben über die Veränderung des Qualifikationsniveaus der Erwerbsbevölkerung in Deutschland durch Abwanderung, Zuwanderung und Integration werden ebenso im Gespräch erläutert, wie die Frage, ob eine konzeptionelle Fortentwicklung der Migrationspolitik in Deutschland zur Zeit der aktuellen Wirtschaftskrise überhaupt Sinn macht. Und man erfährt bei radio multicult2.0, warum Deutschlands bekanntester Migrationsforscher in der Krise sogar eine Chance zu migrationspolitischer Weichenstellung sieht.
Das Format "Willkommen in Deutschland. Migration & Integration - Aktuell. Klaus Bade im Gespräch mit Brigitta Gabrin" wird den Hörern einen Einblick in die Tendenzen und Möglichkeiten der deutschen Migrations- und Integrationspolitik vermitteln und kann somit als Plattform für eine sachbezogene Diskussion in Deutschland dienen.
Brigitta Gabrin project management
Thomas Koriat PR management
(als pdf)
26.04.2009
radio multicult2.0 etabliert sich:
neue Inhalte, neue Features, steigender Zuspruch
radio multicult2.0 ist gerade vier Monate online und schon für viele Hörer das bevorzugte Web-Radio: Die Toplisten von radio-today.de belegen dieses Interesse mit stetig steigenden Hörerzahlen. In der Kategorie "Bester Sender" deutschlandweit belegt radio multicult2.0 dort sogar den zweiten Platz.
"Der Start war schwieriger und arbeitsreicher als gedacht", berichtet Brigitta Gabrin, die Projektleiterin von radio multicult2.0. "Aber es ist eine tolle Belohnung für das ganze Team und unsere Unterstützer, dass wir mehr und mehr Hörer, weit über Berlin und Brandenburg hinaus, gewinnen - ein Blick auf unsere MySpace-Profil ist immer eine große Aufmunterung, wenn uns der Berg ehrenamtlicher Arbeit an unsere Grenzen stoßen läßt. Die Hörerschaft genießt die Qualität unseres Programms, seine Weltoffenheit, seine einzigartige Musikfarbe - und den hörbaren Bezug zur Region."
Großen Anteil an dieser positiven Hörerresonanz bei multicult2.0 hat das aktuelle, werktägliche CultMagazin. Erst kürzlich erreichte es bundesweite Beachtung, als es die Verbreitung rechtsradikaler Netzwerke bei facebook aufdeckte und die Telekom daraufhin umgehend ihre Werbung von dieser Webseite zurückzog. In Kürze werden im CultMagazin namhafte Politiker zu ihren Visionen über Europa interviewt. Die Serie wird wöchentlich bis zur Europawahl am 7. Juni gesendet. Den Start macht am 29. April der Grünen-Europa-Politiker Cem Özdemir. Es folgen Elmar Brok, Mitglied des Fraktionsvorstandes der Europäischen Volksparte (EVP-ED) und weitere.
Im Mai startet auch eine monatliche Interviewserie mit dem bekannten Migrationsforscher Klaus J. Bade, in der der Status der Integrations- und Migrationspolitik in Deutschland analysiert und bewertet wird.
radio multicult2.0 hat es zudem geschafft, viele Stammhörer muttersprachlicher Sendungen zu binden, die früher regelmäßige Hörer von radio multikulti waren. Acht Redaktionen produzieren regelmäßige Sendungen in ihren Muttersprachen. Als neunte wird Mitte Mai eine chinesische Redaktion ihren festen Termin bekommen. Dort wird die chinesische Journalistin Lea Zhou mit ihrer langjährigen Erfahrung in deutschen Medien wöchentlich die schnell wachsende chinesische Gemeinde in Deutschland mit aktuellen kulturpolitischen Informationen aus ihrem Gastland versorgen, um ihnen die Integration zu erleichtern.
Um seinen Ruf als innovatives Web-Radio zu festigen, wird multicult2.0 den von Audiantis entwickelten iMedia-Server zum Empfangen einer Sendung in mehreren Sprachen einsetzen. Tests bestätigten ein neuartiges Hörerlebnis. Einen ersten Eindruck dieser Software kann man sich am 29. April um 18.30h in der Kinosendung "Von Trash bis Cult" machen, die man per Mausklick wahlweise auch auf Französisch und Englisch hören kann.
Für besonders Schnelle bietet radio multicult2.0 über das Netzwerk Twitter von dem Profil "multicult" brandaktuelle "Tweets". Nähere Informationen dazu, Podcasts, Programminformationen und vieles mehr finden Sie unter www.multicult20.de.
Brigitta Gabrin project management
Thomas Koriat PR management
(Als pdf)
20.04.2009
Deutschland sagt Teilnahme an der Antirassismuskonferenz der UN ab
Kurz vor Beginn der Antirassismuskonferenz der UN heute in Genf sagte Deutschland wie schon zuvor Israel und die USA seine Teilnahme ab. Die Bundesregierung begründete ihre Entscheidung mit der Befürchtung, islamische Länder könnten die Konferenz für propagandistische und antisemitische Äußerungen nutzen.
Die UN-Menschenrechtskomission reagierte schockiert. Rupert Colville, Pressesprecher im Büro des Hochkommissars für Menschenrechte, sagte gegenüber dem CultMagazin auf multicult2.0, diese "mysteriöse" Absage käme überraschend, da Deutschland noch Freitagabend mit dem vorgesehenen Ablauf der Konferenz einverstanden gewesen wäre. Die Gründe für die Absage findet Colville ungewöhnlich. Mögliche Streitfragen wären vorab geklärt worden, die Stimmung sei bis Sonnabend optimistisch gewesen.
Gerade eine Veranstaltung wie diese sei als Forum gedacht, sich mit unterschiedlichen Ansichten auseinanderzusetzen. Diese als Argument gegen eine Teilnahme anzubringen, ist ihm unverständlich. Über 190 Länder nehmen an der Konferenz teil und bemühen sich intensiv, um Probleme wie Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen zu diskutieren. Sie seien wegen der kurzfristigen Absagen enttäuscht.
Ausserdem gäbe es weltweit Rassismus, nicht nur in Israel. Trotzdem rückt der Fokus der Veranstaltung wieder auf den Nahen Osten, obwohl das in der diesjährigen Agenda nicht vorgesehen ist. Für Colville liegen die Gründe der Absagen auch in den übriggebliebenen Vorurteilen der Antirassismuskonferenz von 2001, bei der umstrittene Abkommen geschlossen wurden. Seitdem gab es aber entscheidende Fortschritte im Kampf gegen Diskriminierung.
(Als pdf)
16.04.2009
Telekom stoppt Werbung auf Facebook
Telekom reagiert auf eine Recherche von radio multicult2.0
"Wir sind entsetzt, dass Werbung für das Videoportal 3min auf Facebook auf diese Weise zufällig neben faschistischen Seiten gelandet ist und wussten nicht, dass Facebook Rechtsradikalen hier überhaupt Raum gibt. Dies ist für uns völlig unverständlich", erklärte heute eine Unternehmenssprecherin der Deutschen Telekom schriftlich gegenüber radio multicult2.0 .
Die Telekom reagierte damit auf eine Recherche von radio multicult2.0 . Weiter sagte sie: "Wir ziehen daraus die Konsequenz unsere Werbung mit sofortiger Wirkung dort nicht mehr zu schalten."
Rund 2 Millionen Mitglieder hat Facebook in Deutschland. Auf der Community-Plattform finden sich auch jede Menge Gruppen und Profile mit Nazi-Propaganda. Beim Klick auf die entsprechenden Seiten wird automatisch Display-Werbung angezeigt. Darunter auch solche von so seriösen Unternehmen wie der Telekom.
(Als pdf)
19.02.2009
radio multicult2.0 startet tägliches Live-Programm
innovative Software ermöglicht Sprachauswahl durch HörerInnen
Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen,
das multikulturelle Webradio multicult2.0 startet am 23. Februar sein Live-Programm: multilingual, aktuell, kritisch und politisch, mit einer unverwechselbaren Musikfarbe.
Im Mittelpunkt steht von Montag bis Freitag das CultMagazin, live von 12 bis 14 Uhr mit aktuellen Nachrichten aus Politik und Kultur, Reportagen, Interviews, Veranstaltungstipps etc. Im Tagesreport Eingefangen finden sich Brennpunkt-Themen aus Berlin und Brandenburg wieder, wechselnde Rubriken wie die internationale Presseschau, die CD der Woche, Film der Woche, eco mondo ? Leben und Umwelt oder der Gaumenguide schlagen den Bogen vom Presseaufmacher bis zum "Eingemachten" aus der internationalen Küche.
Projektleiterin Brigitta Gabrin: "Sieben Wochen nach dem Sendestart haben wir einen wichtigen Meilenstein geschafft. Die von vielen Hörern gewünschte Frühstückssendung muss noch etwas warten. Wir arbeiten mit Hochdruck am Ausbau unserer Kapazitäten."
Altbekannte Moderatoren wie Vassili Vegas oder Christian Stahl wechseln sich im Magazin ab mit frisch angelernten KollegInnen wie Ferda Ataman (Tagesspiegel). Don Rispetto, dessen Name für radio kanaka international steht, startet zusammen mit Jugendlichen des Projektes Street University ein junges "radio für postmigrators". Ulf Hoffmann bietet, zusätzlich zu seinem Globetrotter-Magazin Auf Reise, zusammen mit Gunter vom Berg noch eine Plagiat-Show an: Cover my world.
Die frühen Abendstunden sind den muttersprachlichen Sendungen gewidmet. Als einziger Sender in Deutschland produzieren wir ein Programm in Vietnamesisch. Dazu gibt es südslawische Sprachen, Kurdisch, Persisch und Arabisch sowie ein türkisches und polnisches Musikmagazin. In Vorbereitung ist eine chinesische Sendung. Mit Hilfe der neu entwickelten iMedia Software der Firma Audiantis werden unsere Hörer einige dieser Sendungen zeitgleich auch in deutscher Sprache hören können (Siehe Anhang 2).
In die Nacht begleiten Musikmagazine aus Berlin und anschließende Übernahmen von kooperierenden Sendern aus Europa, Afrika und Südamerika. Am Wochenende legen "multicultige" Moderatoren wie Grace Kelly, La Regla, DJ Bongo und DJ Ipek ihre Favoriten auf. Zur Sonntags-Matinée serviert Wolfgang König im Café Olé Jazz und Weltmusik. Wie in guten alten Zeiten ist auch Sabah Habas Mustafas Gitarre zu hören in seinem Curiosity Cabinet. (Programmschema siehe Anhang 1)
Wie unser Sender nicht nur im Internet, sondern in den nächsten Tagen auch im Straßenbild von Berlin und Brandenburg präsent sein wird, entnehmen Sie dem Anhang 3. Über Finanzierung und Rechtsform informiert Anhang 2.
Über eine Berichterstattung freut sich
das multicult2.0-Team
Anhang 2
Finanzierung und Zukunftsperspektiven von multicult2.0
Unser Projekt arbeitet derzeit auf rein ehrenamtlicher Basis und finanziert sich ausschließlich über Spenden. Das sind zum einen viele kleine Geldspenden von treuen Hörern und Sachspenden von ebenso treuen ehemaligen Kooperationspartnern: zum Beispiel von der Münchner Firma DAVID Systems GmbH, deren digitales Audioschnittsystem im rbb verwendet wird. Beeindruckt vom Engagement der ehemaligen radiomultikulti-Mitarbeiter stellten sie uns 20 Lizenzen Multitrack Editor und Database Manager zur Verfügung, eine enorme Arbeitserleichterung für die Crew, da wir damit auf das gewohnte und komfortable DIGAS-Schnittsystem zurückgreifen können.
Auch technische Geräte, gebrauchte wie neue, werden uns angeboten: die bytecamp GmbH mit Sitz in Brandenburg an der Havel spendete z. B. multicult2.0 zwei Server und einen Desktop-Rechner.
Von besonderer Bedeutung ist der Einsatz der neuen interaktiven Streaming-Lösung iMedia Server der Firma Audiantis, einer innovativen Software, die es ermöglicht, verschiedene Audio- und Videoquellen in Echtzeit zu mischen und zu streamen. Damit sind wir in Kürze in der Lage, unseren Hörern multilinguale Sendungen anzubieten, bei denen sie zwischen verschiedenen Sprachen umschalten können.
Rechtsform und weiterer Ausbau
Im März werden wir gemeinsam mit der Berlin Music Commission, die die Interessen der Berliner Musik- und Kreativwirtschaft vertritt, eine gGmbH errichten, um das Projekt weiter zu stabilisieren und zu professionalisieren. Für eine noch zu gründende Stiftung haben wir Zusagen zur Unterstützung von bedeutenden Wirtschafts-unternehmern wie Vural Öger.
Wir beabsichtigen, uns bis Ende des Jahres auch um eine terrestrische Frequenz zu bewerben.
Im Vergleich zu vielen anderen Webradios haben wir bereits jetzt erfreuliche Zugriffs- und Hörerzahlen mit steigender Tendenz.
Der stetige Ausbau unserer multilingualen Angebots, z.B. durch die oben erwähnte Software von Audiantis, ist zentrales Element unserer Strategie und soll neue Hörer gewinnen. Sollte unser Programmangebot weiterhin so gut aufgenommen werden, beabsichtigen wir, es um weitere regionale Fenster zu erweitern.
Für diese Expansionsstrategie werden wir zusätzliche Mittel benötigen. Ein Wirtschaftsplan, der in Kürze von einer kompetenten Medienagentur fertig gestellt wird, soll die Tragfähigkeit des Konzepts weiter untersetzen.
Anhang 3
Kampagne "Wir (ge-)hören zusammen"
Mit der Medienkampagne "Wir (ge-)hören zusammen" tritt multicult2.0 erstmals mit einem unverwechselbaren Gesicht werblich in Erscheinung und präsentiert sich mit einem Plakat und Flyern seiner Zielgruppe als das interkulturelle Web-Radio aus Berlin und Brandenburg.
Im Vorfeld startet multicult2.0 eine Aufkleber-Kampagne mit drei verschiedenen Slogans, die auf die programmatische Beziehung zwischen dem eingestellten radiomultikulti vom rbb und dem neuen, ehrenamtlich betriebenen Internetradio multicult2.0 hinweist.
(Als pdf)
30.12.2008
Pressemitteilung zum Sendebeginn des interkulturellen Online-Radios MultiCult2.0 am 31. Dezember 2008
Sehr geehrte Kolleginnen,
sehr geehrte Kollegen,
am 31. Dezember 2008 geht das neue interkulturelle Radioprogramm MultiCult2.0 auf Sendung. Sendebeginn des Online-Radios ist um 22:05 Uhr. In dieser Minute schaltet der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) nach 14 Jahren seine Integrationswelle radiomultikulti ab, und auf der Frequenz sendet der WDR sein Programm Funkhaus Europa. Wir Programmmacher von MultiCult2.0 sind ein multikulturelles Team von Journalisten, die dem breiten Protest gegen die Schließung von radiomultikulti eine positive Richtung geben wollen. Als zweitgrößter Medienstandort Deutschlands und als Hauptstadtregion braucht Berlin-Brandenburg ein multikulturelles Medium, das alle ethnischen Gruppen anspricht und verbindet. Immerhin wohnen hier Menschen aus 180 Nationen. Den jüngsten Zahlen zufolge besteht Berlins Bevölkerung zu über einem Viertel aus Migrantinnen und Migranten. Bei den Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 15 Jahren liegt der Anteil sogar bei 42,7 Prozent. Dieses Hörerpotential ist unsere zentrale Zielgruppe. Wir wollen ihr und allen Weltbürgern in der Region etwas Verbindendes geben: ein Programm, das bunt, aktuell, kritisch und politisch ist, mit einer unverwechselbaren Musikfarbe.
Wir wollen auch Politik und Wirtschaft Impulse geben. Berlin und Brandenburg spüren bereits den angesichts des demografischen Wandels beginnenden Fachkräftemangel. Zuwanderung und wirksame Integration der Migranten sind von strategischer Bedeutung für die Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Radiomultikulti verfügte wie kein anderes Radio über ein globales Netzwerk von Vietnam bis Argentinien. Diese medialen Brücken wollen wir erhalten und weiter ausbauen.
Mittel- und langfristig verfolgen wir das Ziel, einen Sendeplatz in der Berlin-Brandenburger Radiolandschaft zu bekommen. Zunächst wird MultiCult2.0 aber nur online zu hören sein. In der Anfangsphase werden wir unser Wortprogramm ab 16 Uhr mit einer aktuellen Sendung beginnen. Eine Hauptstütze des Programms werden Autorensendungen mit der bewährten Musikfarbe von radiomultikulti world wide music sein - präsentiert von bekannten und beliebten Moderatoren unseres ehemaligen Senders. Auch einige Fremdsprachen werden weiterbestehen. Aber nicht wie bei radiomultikulti getrennt vom deutsch-sprachigen Programm, sondern integriert.
Wir werden uns vom bisherigen Verständnis communitybezogener Radioprogramme für Minderheiten lösen. Die erfolgreichen multikulturellen Metropolen und Regionen der Welt sind längst in der postmigrantischen Gesellschaft angekommen. Auch in unserer Region ist die Gesellschaft in großen Teilen weiter als die politische Debatte. Das wird unsere Programmstrategie aufnehmen. Unsere wachsende Zielgruppe lebt täglich mit einem Potpourri an Sprachen und Kulturen: Bunt, lebendig, dynamisch und aktiviert. Viel interkultureller, als man es bisher in den gewohnten Sendeformaten und Themenverpackungen wiederfindet. Wir setzen uns zum Ziel, genau das zu spiegeln.
Dieser Anspruch erfordert eine andere Programmstrategie, als das Programm radiomultikulti des RBB sie hatte. Wir wollen Programmfenster für Kiezprojekte von Wedding bis Marzahn und von Prenzlau bis Spremberg einrichten, in denen Jugendliche ihre Musik oder ehrenamtlich Tätige ihre Projekte vorstellen können. MultiCult2.0 soll ein interaktives Mit-Mach-Radio werden, neue Formate entwickeln und Synergien zwischen klassischen Rundfunk und den Möglichkeiten eines portalgestützten Internetradios erschließen.
Wir haben ambitionierte Ziele und bringen aus langjähriger beruflicher Tätigkeit wie unseren eigenen, ganz privaten migrantischen Lebenserfahrungen die notwendigen Kompetenz mit. Wir haben mit Prof. Dr. Klaus J. Bade einen renommierten Migrationswissenschaftler als unseren Namenspaten und Förderer gewonnen. Wir sehen uns täglich stärker unterstützt von Politik und Wirtschaft aus Berlin und Brandenburg. Dazu kommt der schier unerschöpfliche Zuspruch von unseren bisherigen Hörern. Wir sind auch sicher, dass Berlin und Brandenburg, einerseits mit all den Gegensätzen zwischen Metropole und flachem Land, andererseits aber mit seiner Stärke als dynamischster Medienstandort Deutschlands und an der Grenze zu Mittel- und Osteuropa, hier eine große Chance hat, wichtige Weichenstellungen für die Zukunft vorzunehmen.
Radiosender aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus verschiedenen Ländern weltweit stellen uns kostenlos Musikprogramme in Schaltsendungen oder als Übernahme zur Verfügung. Was - noch - fehlt, sind Zeit und Geld und eine terrestrische Frequenz. Wir werden deshalb so bescheiden anfangen, wie das unsere privaten Mittel zulassen.
Aber in der Größe der Herausforderung liegt auch eine Chance, die man sehen muss: Sie liegt in der kreativen Verknüpfung von analogen und digitalen Formaten, einem herkömmlichen Radio, das intensiv verschnitten wird mit Internetinhalten, das stärker auf den Dialog mit dem Hörer setzt, statt ihn nur zu beschallen, das ihn mitwirken und mit gestalten lässt, das ihn einbezieht und nicht ausgrenzt. Das alles steckt im Namen MultiCult2.0.
MultiCult2.0 hören Sie ab 31. Dezember 2008 um 22:05 Uhr auf der Internetseite
www.multicult20.de.
Viel Vergnügen beim Hören wünscht
Das Team von MultiCult2.0
30.12.2008
Struktur und Inhalt von MultiCult2.0 - die nächsten Schritte
Der Warmstart zu Silvester
Vieles ist noch in Bewegung, aber die Richtung steht fest. Zunächst war wichtig, keine Sekunde ungenutzt verstreichen zu lassen. Zeitgleich mit dem Abschalten von radiomultikulti gehen wir online. Radio MultiCult2.0 wird ab 31. Dezember 2008 um 22.05 Uhr unter www.multicult20.de und www.multicult.eu zu erreichen sein. Gesendet wird die ersten Tage und Wochen überwiegend vom Tatort unserer Get Connected-Silvester-Party, also aus der
Galerie für Afrikanische Kunst Listros e. V.
in der Kurfürstenstraße 33, 10785 Berlin,
U2 Bülowstrasse oder U1 / U15 Kurfürstenstrasse
Strukturentscheidungen im Januar
Im Laufe des Januars soll das zur Zeit noch informelle Bündnis hinter MultiCult2.0, bestehend aus Radiomachern, Freundeskreis, Förderern und Vertretern der regionalen Kreativ- und Musikwirtschaft in die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft münden. Leitung und Gesamtkoordination liegen bei Projektinitiatorin Brigitta Gabrin. Im Vielvölkerstaat Rumänien dreisprachig aufgewachsen, hat die Diplompsychologin in jahrelanger journalistischer Arbeit in Funk- und Printmedien die Feinheiten des interkulturellenJournalismus erlernt und das nötige Know-how für den Balanceakt zwischen der Mehrheits-und der Minderheitengesellschaften erworben.
Für die geplante Gesellschaft streben wir den Status der Gemeinnützigkeit an. Dies folgt aus unserem Anspruch, ein regionales Integrationsradio zu machen, dass sich am Gemeinwohl orientiert und nicht primär kommerziellen Interessen folgt. Wir sind optimistisch, dass wir zumindest für Teile des Programms und der Projekte Unterstützung durch öffentliche Fördermittel erhalten.
Langfristiges Ziel ist der Aufbau eines interkulturellen Multimediazentrums,
- das neue Inhalte und Formate für Radio, Fernsehen und Internet entwickelt,
- produziert und sendet,
- das Zulieferer auch an überregionale Fernseh-und Hörfunksender ist,
- das Projekte zur Förderung von Medienkompetenz in den Kiezen Berlins
- und Regionen Brandenburg initiiert und betreut.
Inhaltliche Orientierungen
Die intelligente Verbindung von analogem Rundfunk mit den Möglichkeiten des digitalen Webradios mit Internetportal öffnet mehrere Optionen. Infotipps zu Veranstaltungen in der Stadt oder zu aktuellen Sendungen können im Internetportal in einer intensivierten Gorm angeboten werden. Rubriken wie DVD der Woche von dem WDR-Reporter Murat Koyuncu können im Internet weitergeführt werden: Weiterführende Links zu Filmkritiken und anderen ähnlichen Filmen werden von den Online-Redakteuren bereitgestellt. Chatforen sollen systematisch mit den ausgestrahlten Sendungen verknüpft werden. Die Menschen können mit ihren Lieblingsmoderatoren wie Don Rispetto (Radio Kanaka Internacional), Katrin Schmick oder Erci E. (Nargile) über diese Foren kommunizieren oder einfach nur ihrer Kritik oder ihrem Lob Ausdruck geben.
Wir streben weitgehende Interaktivität an: Aus passiven Hörern sollen kompetente Mitgestalter werden. Denn unsere Hörer sind auch immer Multiplikatoren in ihren Communities, was aus integrationspolitischer Sicht einen sehr wichtigen Anhaltspunkt für die Programmgestaltung liefert. Dialogorientierte Sendungen werden also eine größere Rolle spielen. Die Einbindung der Zuhörer durch Call-Ins, Kooperation mit Vertretern aus den Communities, wie auch mit Experten wird dem Programm eine größere Dynamikverleihen und das Radio mehr als ein Kommunikationsmedium gestalten.
Interaktivität soll also nicht nur durch die Verbindung der beiden Medien Radio und Internet gelingen, sondern auch durch die Philosophie, die der Programmgestaltung zugrunde liegt. Diese bietet viel mehr Raum für autonom gestaltete Sendungen. Wir werden Programmfenster anbieten, die Musiker und DJ-Kollektive aus Berlin, z.B. La Regla oder ED 2000, aber auch in der antirassistischen oder sozialpolitischen Arbeit engagierte Menschen aus Brandenburg selbst gestalten - natürlich mit unserer redaktionellen und technischen Unterstützung. Hier bieten sich auch Möglichkeiten, neue Formate zu entwickeln, in denen Politiker und Experten mit den Fragen der Menschen aus den verschiedenen Bezirken und Organisationen konfrontiert werden können.
Einige Sendungen, die es auch bei radiomultikulti schon gab, sorgen dafür, dass unsere Stammhörer auch weiterhin bedient werden. Sendungen wie Auf Reisen - das Globetrotter-Magazin von Ulf Hoffmann (ehemalig "Reisefieber"), so wie auch die Kinotipps von Peter Claus werden unserer Hörerschaft das attraktive Surplus mit zu gewinnenden Reisen und Kinokarten geben.
Auch das fremdsprachige Angebot kommt natürlich nicht zu kurz: Die vietnamesische Sendung mit Hung Manh Le und Hoa Phuong Tran und die persischsprachige Sendung mit Nasrin Bassiri und Amir Farshad Ebrahimi werden wie gewohnt am Sonntagabend laufen. Selbstverständlich wird auch die Türkische Community in vielen Sendungen und Formaten angesprochen. Lingua franca wird Deutsch sein. Themen und Nachrichten aus den fremdsprachigen Sendungen (vietnamesisch, persisch, arabisch, türkisch, serbisch/kroatisch/bosnisch, spanisch, polnisch, russisch) werden aber in die deutsche Magazinsendung einfließen und zusammen mit Musiksendungen in bilingualer Doppelmoderation den global sound unseres Internetradios formen.
Die Technik
Trotz unserer mehr als knappen Mittel haben wir zum Start für unser neues Programm vier Windows-Streaming-Server von einem Deutschen Anbieter angemietet. Durch diese, für ein Internetradio üppige Ausstattung, können wir anfänglich gleichzeitig knapp über 1.000 Hörer im Internet bedienen. Natürlich erwarten und erhoffen wir uns mehr Hörer und bitten bereits im Voraus um Verständnis, dass uns im Rahmen unserer derzeitigen Situation keine weitergehenden Möglichkeiten zur Verfügung stehen. So schnell wie möglich werden wir unsere Sendung auch im Podcast-Format zum Nachhören und Download zur Verfügung stellen.
Leider haben wir im Moment noch nicht das nötige Kleingeld, um die teuren GEMA- und der GVL-Gebühren dafür zu bezahlen.
Für eine Erwähnung des folgenden Spendenkontos wären wir Ihnen deshalb bei der Berichterstattung sehr dankbar.
(Als pdf)
